Ärzte bei einer Operation

Endoskopie Abteilung

Dickdarmspiegelung (Koloskopie)

Bei der Koloskopie werden der Enddarm und der Dickdarm untersucht. Die Untersuchung wird durchgeführt, wenn anhaltende Beschwerden im Bauchbereich, auffällig veränderte Stuhlgewohnheiten, eine unklare Anämie oder unklarer Gewichtsverlust vorliegen, ein Tumorverdacht besteht oder Blut im Stuhl aufgetreten ist. Darüber hinaus haben die gesetzlichen Krankenkassen die Koloskopie ab dem 55. Lebensjahr als sinnvolle Krebs-Vorsorgeuntersuchung  in ihre Leistungskataloge aufgenommen.

Aufklärung:

Vor der Untersuchung klärt Sie ein Arzt über die Untersuchung und deren Risiken auf. Er geht ausführlich auf Ihre Fragen ein und mit Ihrer Unterschrift stimmen Sie der Durchführung des Eingriffs  zu. Sie erhalten eine Ausfertigung des Aufklärungsbogens für Ihre persönlichen Unterlagen.

Vorbereitung:

Bereits einige Tage vor der Untersuchung müssen bestimmte Medikamente abgesetzt werden. Darüber hinaus werden einige Blutwerte (Blutbild, Gerinnungsfaktoren, Thromboyzten) bestimmt. Die Werte sollten nicht älter als drei Tage sein. Entscheidend für die erfolgreiche Durchführung der Untersuchung ist die vollständige Reinigung des Darmes.  Bitte bereiten Sie sich anhand der ausgehändigten Informationsschrift sorgfältig auf die Untersuchung vor. Es wäre schade, wenn die Untersuchung aufgrund nicht ausreichender Reinigung abgebrochen werden müsste.

Sicherheit:

Unser Sicherheitsstandard sieht vor der Untersuchung folgende Maßnahmen vor:

  • Messung des Blutdrucks und der Sauerstoff-Sättigung im Blut per Pulsoxymetrie 
  • Vorsorglich wird ein venöser Zugang über eine Braunüle gelegt, damit im Notfall eine schnelle Medikamentengabe möglich ist. 
  • Über eine Sauerstoffbrille wird während der Untersuchung Sauerstoff zugeführt. Durch die Gabe von Sauerstoff fühlen Sie sich nach dem Eingriff insgesamt wohler.

Durchführung:

Aufgrund der Möglichkeit der Sedierung ist die Untersuchung heutzutage schmerzfrei und komfortabel durchzuführen. An die Untersuchung selbst wird der Patient sich nicht mehr erinnern. Der Arzt untersucht den äußeren Analbereich, tastet den Mastdarm ab und schiebt schließlich das Endoskop vorsichtig unter Verwendung eines anästhesierenden Gels über den Anus in den Darm. Damit der Darm sich entfaltet und die Wandstrukturen gut zu beurteilen sind, wird Luft in den Darm eingebracht. Dann wird der Darm mit einem dünnen, biegsamen Endoskop unter Sicht gespiegelt. Mastdarm (Rektum), der S-förmige Teil des Dickdarms (Sigma) und der restliche Dickdarm (Kolon) sowie der Endabschnitt des Dünndarms (terminales Ileum) lassen sich mit dieser Untersuchungsweise gründlich beurteilen. Während der Untersuchung können mit über einen Arbeitskanal eingebrachten Instrumenten Gewebeproben entnommen werden.

Therapeutische Möglichkeiten (u.a.):

Sind  Polypen oder Adenome vorhanden, werden sie in gleicher Sitzung mit der Elektroschlinge abgetragen. Durch eine gleichzeitige Verschorfung des Gewebes werden Blutungen verhindert.  Mit Hilfe spezieller Färbetechniken können selbst kleinste Veränderungen der Schleimhaut sichtbar gemacht und bei Bedarf abgetragen oder biopsiert werden.

Eine Engstelle des Darms (Stenose) kann mit verschiedenen Verfahren entweder aufgedehnt oder beseitigt werden.

Ballon-Dilatation: Ein Ballon wird bis zur Engstelle des Darms vorgeschoben und durch Befüllen des Ballons mit Luft oder Wasser aufgedehnt.
Stent-Implantation: Ein Metallröhrchen (Stent) wird unter Röntgenkontrolle eingebracht und nach vorangegangener Aufdehnung mit Hilfe eines Ballons an Ort und Stelle platziert.

Koagulation: An der Engstelle wird Gewebe mit Laser oder mit Hilfe der Argon-Plasma-Koagulation abgetragen.

Bougierung: Über einen Führungsdraht werden Dehnungssonden mit immer größerem Durchmesser durch die Engstelle vorgeschoben und die Einengung langsam aufgedehnt. 

Nach der Untersuchung:

Sie erholen sich nach der Untersuchung für ein bis zwei Stunden in der Endoskopie-Abteilung. Erst wenn Sie ganz wach sind, verlassen Sie den Bereich. Bis dahin betreuen Sie die Mitarbeiterinnen der Abteilung.

Anschließend kann ein Gutschein für einen kleinen Imbiss in der Cafeteria des Krankenhauses eingelöst werden.

Risiken und Komplikationen:

Es handelt sich um eine häufig durchgeführte Untersuchung, die in geübter Hand eine extrem niedrige Komplikationsrate aufweist. Dennoch kann es zur Perforation der Darmwand und Verletzung benachbarter Organe kommen. Diese Komplikationen sind mit weit unter 1:1000 Fällen selbst bei therapeutischen Eingriffen jedoch extrem selten. Aufgrund unserer großen Erfahrung können wir höchste Sicherheits- und Qualitätsstandards gewährleisten.

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