Ärzte bei einer Operation
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© Monkey Business / fotolia.com
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Drei neue Beleghebammen am DRK Krankenhaus

09. Feb. 2024 - Saarlouis

Unsere Geburtshilfliche Abteilung hat Zuwachs bekommen. Seit Januar dieses Jahres verstärken das Team der angestellten Hebammen drei neue Gesichter: Ute Schaefer, Natascha Adams und Christina Neusius sind nach vielen Jahren der Abstinenz wieder die ersten Beleghebammen im Haus.

Christina Fries im Gespräch mit den drei Beleghebammen Ute Schaefer, Natascha Adams und Christina Neusius.
Christina Fries im Gespräch mit den drei Beleghebammen Ute Schaefer, Natascha Adams und Christina Neusius.

Beleghebammen – im Gegensatz zu den fest angestellten Hebammen eines Krankenhauses – begleiten ihre schwangeren Patientinnen während der Vorsorge in ihrer Praxis, kommen mit ihnen zur Geburt in unsere Klinik und betreuen Mutter und Kind auch in den ersten Wochen weiter. Mit unseren drei Neuzugängen sind wir nun in der Lage, werdenden Müttern sämtliche Formen der Hebammenbetreuung anbieten zu können. Und das freut uns sehr. Christina Fries, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Haus, hat sich mit den drei Freiberuflerinnen unterhalten. Und dabei interessante Zusammenhänge entdeckt.

Die meiste Hebammenerfahrung bringt in dem Dreigestirn Ute Schaefer aus Weiskirchen mit: 33 Jahre Erfahrung in der Geburtshilfe hat sie. Dabei kamen die Babys in den Krankenhäusern in Hermeskeil, Wadern, Merzig und seit einem Monat in Saarlouis zur Welt. „Als freiberufliche Hebamme kann das Arbeitsumfeld sehr unterschiedlich sein. Mit jedem neuen Krankenhaus, in dem man wirkt, muss man sich auf andere Gegebenheiten, Abläufe und Strukturen einstellen. Aber das bekomme ich ganz gut hin“, blickt sie schmunzelnd auf ihre Karriere zurück.

„Hebcare“ hat sie ihre Hebammenpraxis genannt, in der die gelernte Krankenschwester ihre Berufung gefunden hat. „Ich war schon während der Ausbildung fasziniert vom Kreißsaal und habe jede Gelegenheit wahrgenommen, dort im Einsatz zu sein. Nach dem Abschluss war somit klar, dass ich die Hebammenausbildung direkt anschließen würde.“ Am DRK Krankenhaus hat sie sich schon sehr schön eingewöhnt, erzählt sie. „Ich bin begeistert von der Atmosphäre in diesem Kreißsaal. Die Gestaltung, das Licht, das Team – das alles ist unheimlich einladend.“ Kein Wunder, dass wir sie auch für eine Anstellung im kleinen Rahmen begeistern konnten. Ute wird folglich als Beleghebamme und angestellte Hebamme eine wunderbare Doppelrolle innehaben.

Keine Unbekannte im DRK Krankenhaus ist Natascha Adams, die seit 2021 die stetig wachsende Hebammenscheune „Im Urvertrauen“ in Merzig als Inhaberin leitet. Sie hatte im Anschluss an das Abitur ein FSJ in unserem Kreißsaal absolviert und erinnert sich gern an die Zeit zurück. „Schon vor dem Abi hatte ich in einem Geburtshaus ein Praktikum gemacht und mich sofort in den Beruf verliebt. Nach dem FSJ habe ich die Hebammenausbildung in Homburg absolviert und mich gleich danach selbstständig gemacht“, fasst sie ihren Weg kurz zusammen.

Mit der eigenen Hebammenpraxis sei für sie in mehrerlei Hinsicht ein Traum in Erfüllung gegangen. Denn als Örtlichkeit hat sie ein altes Bauernhaus mit Scheune aufwendig und bis ins kleinste Detail liebevoll renoviert. „Das war schon immer mein Traum und ich freue mich so darüber, diesen schönen Ort für werdende Mütter geschaffen zu haben. Aber nie im Leben hätte ich damit gerechnet, dass es diese Ausmaße annimmt.“ Gestartet mit einer Kollegin, arbeiten mittlerweile fünf weitere Hebammen in ihrer Hebammenscheune. Eine davon – so schließt sich der Kreis – ist Christina Neusius.

Auch die 26-Jährige hat als Beleghebamme das Krankenhaus Saarlouis vom DRK ausgewählt, um ihren Schwangeren für die Geburt eine umfassende Betreuung zu bieten. Christina hat zunächst eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten gemacht, dann aber im Auslandsjahr entschieden, Hebamme zu werden. Aus einem Monat Praktikum bei Natascha wurden drei. Die Zusage zur Hebammenausbildung in Homburg erreichte sie am letzten Praktikumstag. „Das hat mich natürlich überglücklich gemacht“, schwärmt Christina. „Die Arbeit als Hebamme ist trotz aller Unwegsamkeiten einfach mit einem Zauber behaftet.“ Nach ihrer Ausbildung ist sie gleich Teil der Hebammenscheune geworden und nun seit 2021 Mitglied im Team.

Die Arbeit teilen sich die freiberuflichen Hebammen dort ganz nach Bedarf untereinander auf. „Wenn Anfragen kommen, die nicht schon an eine bestimmte Hebamme bei uns gerichtet sind, entscheiden wir nach der Kapazität, wer die Betreuung übernimmt“, erklärt Natascha. Von der neuen Wirkungsstätte in Saarlouis können nun alle drei auch Vorteile für die eigene Arbeit ziehen. Im Kreißsaal unseres Krankenhauses arbeiten rund 400 Jahre Hebammenwissen. Die Dienstälteste ist schon über 40 Jahre dabei. Diese erfahrenen Semester, wie auch Ute eins ist, geben dabei gerne ihr Wissen an die jüngeren Kolleginnen weiter. Und die bereichern das Team mit neuen Ideen und viel Energie. Win-win für Hebammen und natürlich auch für alle Schwangeren.

Natascha, die wie ihre Kolleginnen zuletzt als Beleghebamme im Merzig tätig war, zieht zum Schluss des Gesprächs ein schönes Fazit: “Die Schließung der Geburtshilfe in Merzig war sehr schmerzhaft. Aber meine größte Erkenntnis für mein gesamtes Leben ist: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich die nächste. Öffne dich für Neues, denn Veränderungen bieten die Chance auf neues Glück. Und nun blicke ich überaus freudig darauf, was uns hinter der neuen Tür erwartet hat und zukünftig erwarten wird.“

An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Wollkommen an die besonderen Neuzugänge in der Geburtshilfe des DRK Krankenhauses. Wir sind sicher, sie noch oft in unserem Kreißsaal lächeln zu sehen.

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